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Wer Waffen liefert, will Krieg! - Wer Frieden will, schickt Diplomaten!

Genau vor einem Jahr habe ich diesen Artikel geschrieben und ich stehe noch heute zu jedem Wort. Fast 3.300 Likes, 450 Kommentare und über 830 mal auf Facebook geteilt - und das innerhalb einer Woche!


Ich verurteile den Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine auf das Schärfste! Dass ein Krieg nie die geeignete Lösung für die Bewältigung von Konflikten sein kann, liegt allein mit Blick auf die frühere und jüngste Vergangenheit auf der Hand. Doch es muss gestattet sein, auch einmal ein Blick hinter die Kulissen zu wagen. Diesen Blick versuche ich mit allem Respekt vor dem aktuellen Leid der ukrainischen Bevölkerung. Ein Beitrag von Andreas Borsch. 18.03.2022


Ich bin weder Geschichtshistoriker noch Geostratege! Doch meine eigenen Recherchen nach Antworten auf meine Fragen hinterließen mehr Fragen als Antworten.

Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg erklärt es dem Bürger so:

Die Ukraine ist nach Russland der flächenmäßig größte Staat Europas, in dem 44 Millionen Menschen leben. Seit der Unabhängigkeitserklärung im Dezember 1991 steht die Präsidialrepublik vor den größten Herausforderungen ihrer jüngeren Geschichte. Die Entwicklung in der Ukraine erregte bereits in den vergangenen Jahren international Besorgnis und führte zu einem Tiefpunkt der russisch-westlichen Beziehungen. Im Frühjahr 2021 ist der 2013/2014 begonnene Konflikt um die Ukraine wieder aufgeflammt. Russland hatte an der Grenze zur Ukraine mit einem massiven Truppenaufmarsch begonnen. Im Februar 2022 soll Russland nach Schätzungen rund 150.000 Soldaten und militärisches Gerät in den Grenzregionen um die Ukraine versammelt haben. Mit der jüngsten Anerkennung der Separatistengebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten und der beginnenden Militäroffensive in der Ukraine hat Präsident Putin die diplomatischen Bemühungen abgebrochen und einen Angriffskrieg auf das Land begonnen ...

Danach folgen weitere Erläuterungen darüber, wie der gläubige Bürger diesen Krieg einzuschätzen hat. Den gesamten Text finden Sie hier: https://www.lpb-bw.de/ukrainekonflikt

Georg Friedmann (Leiter des privaten US-Geheimdiensts "Stratfor") erklärte 2015 in einer Rede vor dem Chicago Council on Global Affairs die Geostrategie (Teile und Herrsche) der USA (seniora. org – Erziehung – Ethik – Politik)

Die Ukraine ist ein tief im Herzen Russlands liegendes Gebiet; im Falle eines Verlusts der Ukraine aus seiner Einflusssphäre sei Russland nicht mehr zu verteidigen.“

Dann konkretisiert er:

- „Für die Vereinigten Staaten ist die Unterstützung politischer Kräfte in der Ukraine der wirksamste Weg, gegen Russland zurückzuschlagen. Moskau habe Washington in jüngster Zeit mehrere Niederlagen beschert, so in Syrien oder in der Affäre um Edward Snowden. Die US-Unterstützung für die Protestbewegungen in der Ukraine ist daher ein Weg, um Russland in seiner eigenen Region zu binden und von einer Offensive gegen die USA abzuhalten.“

- Seinen Angaben zufolge berge »eine Allianz zwischen Russland und Deutschland das gefährlichste Potential« in sich, denn eine solche würde eine Verbindung zwischen deutscher Technologie und deutschem Kapital und russischen natürlichen und menschlichen Ressourcen nach sich ziehen.

- „Die USA hat ein fundamentales Interesse: Sie kontrolliert alle Ozeane dieser Welt. Keine Macht hat das jemals getan. Deshalb marschieren wir bei Völkern ein, aber sie können nicht bei uns einmarschieren. Das ist eine sehr schöne Sache. Die Kontrolle über die Ozeane und das Weltall zu behalten, ist das Fundament unserer Macht. Der beste Weg, eine feindliche Flotte zu besiegen, ist zu verhindern, dass sie aufgebaut wird.“

- „Wir können eine Armee schlagen, aber wir können den Irak nicht besetzen ... Wir können also nicht rübergehen, aber wir sind in der Lage, verschiedene im Wettstreit liegende Mächte zu unterstützen, damit sie sich auf sich selbst konzentrieren.“

George Friedman bestätigte am 4. Februar 2015 vor dem ›Chicago Council on Global Affairs‹, dass die USA seit mehr als 100 Jahren eine deutsch-russische Zusammenarbeit mit allen Mitteln verhindert. Bereits ab 1871 war für Großbritannien, das vereinte und wirtschaftlich aufstrebende Deutschland die Hauptgefahr. Seither arbeitet eine Elite der angelsächsischen Länder mit Wirtschaftskriegen, Intrigen und Destabilisierungsmaßnahmen gegen eine starke Mittelmacht in Europa.“

Für Friedman ist Deutschland in Europa die unbekannte Variable. … Die Ziele Russlands scheinen recht klar: Die Ukraine darf kein prowestliches Land werden.

Die Ziele Deutschlands dagegen sind Friedman zufolge noch nicht klar erkennbar. Ansonsten könnte er schon sagen, wie die Geschichte in den nächsten 20 Jahren weitergehen werde. Deutschland sieht er im ewigen Dilemma:

»Es sei wirtschaftlich enorm mächtig, aber gleichzeitig geopolitisch sehr zerbrechlich, und sie wissen niemals, wie und wo sie ihre Exporte verkaufen können. ….. Unglücklicherweise müssen die Deutschen immer wieder eine Entscheidung treffen. Und das ist das ewige Problem Deutschlands.«

Link zu Auszügen seiner Rede vor dem „Chicago Council on Global Affairs“ (deutsch synchronisiert): https://www.youtube.com/watch?v=vln_ApfoFgw

Diese Aussagen sollten für ALLE Menschen eine Offenbarung sein und ihnen die Augen öffnen, welche Werte wir vertreten "sollen".

Kein Bürger Deutschlands und der EU sollte später einmal sagen können "Das haben wir nicht gewusst bzw. wissen können"!

Auch in den etablierten deutschen Medien wurde in der Vergangenheit sehr kritisch mit den Informationen rund um die Ukraine umgegangen, die uns die Regierung und die sogenannten Mainstreammedien vorgesetzt haben.

"Putin war in seiner ersten Amtszeit eine Chance für Europa" | artour | MDR Interview mit Gabriele Kron-Schmalz (13.03.2015) Sie gehört für mich zu den erfahrensten Russlandkorrespondenten der letzten 25 Jahre und vertritt journalistische Grundprinzipien der Neutralität.


„Die Presse hat die Aufgabe, den Bürger Politik zu erklären. Es ist nicht ihre Aufgabe, Politik zu machen!“

Selbst die für mich sehr geschätzte Satiresendung „Die Anstalt“ durfte am 25.09.2014 einen sehr gut recherchierten Beitrag senden. Unbedingt ansehen!

Die Liste von kritischen Beiträgen von damals ließe sich weiter fortführen. Heute wären solche Beiträge nahezu undenkbar!

Der Eifer, mit dem die Politiker in ganz Europa mit Schaum vor dem Mund zu noch mehr Sanktionen gegen Russland und noch mehr Waffeneinsatz aufrufen, ist entsetzlich, da sie den für die Ukraine von Anfang an nicht gewinnbaren Krieg nur verlängern - mit all seinen schrecklichen Konsequenzen!

Das ist aus meiner Sicht unverantwortlich, da Putin von Anfang an unmissverständlich klargestellt hat, dass für Russland mit den Gesprächen über eine Aufnahme der Ukraine in die NATO und der damit fortgesetzten NATO-Osterweiterung eine rote Linie überschritten wurde. Alle Konsequenzen dieser westlichen Bemühungen wurden von ihm angekündigt! Selbst der Termin für den Einmarsch der russischen Truppen war ja offensichtlich den amerikanischen Geheimdiensten bereits bekannt.

Der Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine kann den Westen – voran die amerikanischen Geheimdienste – nicht überrascht haben.

Es wäre von Seiten des Westens von Anfang an ein Leichtes gewesen, jetzt Putin und seine Worte endlich ernst zu nehmen, die brenzlige Situation zu deeskalieren und mit den Russen in ernsthafte Verhandlungen zu gehen, um die Ukraine zu entmilitarisieren und zukünftig gegebenenfalls als neutrales Land (mit welchen Grenzen auch immer) in die EU aufzunehmen. Offensichtlich durfte es dazu wohl nicht kommen.

Stattdessen wurde und wird Putin von allen Beteiligten in eine Ecke gedrängt, aus der er nicht mehr gesichtswahrend heraus kann.

Das ist für mich jedoch immer noch keine Rechtfertigung für einen Angriff! In der jetzigen Zeit muss man dieses ja in jedem zweiten Satz ausdrücklich kundtun, um nicht als „Putinversteher“ und „Kriegsbefürworter“ diskreditiert zu werden.

Offensichtlich sah Putin nach über 20 Jahren unermüdlichen Redens seine diplomatischen Möglichkeiten als erschöpft an.

Man kann Putin viel vorwerfen. Ohne Zweifel! Jedoch eines nicht: Putin hat Europa und der Welt nie vorenthalten, wie sein Weltbild aussieht und wie er sich ein Zusammenwachsen der Nationen in der Welt vorstellt. Putin war zu Beginn seiner Amtszeit pro-westlich eingestellt. Darauf hätte man aufbauen können. Nun wird gerätselt, warum davon nichts mehr übrig ist?

Putin (und damit auch das stolze russische Volk) seit seinem Machtantritt wiederholt zu ignorieren, zu belächeln, von wichtigen Themen auszuschließen und zu erniedrigen, waren meines Erachtens die größten Fehler in der jüngsten Geschichte!

Wenn Sie die Aussagen von Georg Friedmann verfolgt haben, konnte, sollte oder durfte Westeuropa wohl nicht anders mit Putin umgehen.

Dieser unsägliche Krieg ist aus meiner Sicht ein typischer Stellvertreter-Krieg zwischen den USA und Russland. Europa hat sich da in (leicht) fahrlässiger, wenn nicht gar in vorsätzlicher Weise hineinziehen lassen.

Es muss für alle Politiker des Westens von Anfang an klar gewesen sein, dass dieser Krieg von der Ukraine militärisch nicht gewinnbar ist!

Dennoch wurde er förmlich herbeigeredet und mit Waffenlieferungen und zwielichtigen Beistandsbekundungen künstlich verlängert. Unter anderen Umständen würde man das wohl als Kriegstreiberei bezeichnen. Die Leidtragenden sind im ukrainischen Volk zu finden.

Deutschland wird der endgültige Bruch mit Russland sehr teuer zu stehen kommen. Die Russen sind ein sehr stolzes Volk. Sie haben ein anderes Werteverständnis als die Westeuropäer oder gar die Amerikaner. Dieses wurde mit Füßen getreten.

In den meisten bisherigen Kriegen, die die USA (meist völkerrechtswidrig) begonnen und die NATO-Länder hineingezogen hat, sind Bemühungen, westliche Wertevorstellungen einzuführen, jämmerlich gescheitert.

US-Interventionen mit militärischen Mitteln seit 1945 (Stand 2013) © Global Research

Die größten Nutznießer dieser Situation und Entwicklung sind allein die USA. Die Strategie von Georg Friedmann ist nahezu 100-prozentig aufgegangen.

Wer Waffen liefert, will Krieg! - Wer Frieden will, schickt Diplomaten!


Diplomatisches Verhalten nennt man das Tun und Lassen eines Verhandelnden,

  • das den Agierenden dabei Kompromissbereitschaft und den Willen bescheinigt, die Absichten und die Wünsche jedes Beteiligten zu erkennen;

  • das sogenannte Win-win-Situationen sucht;

  • das es möglichst vermeidet, andere Verhandelnde bloßzustellen oder in die Enge zu treiben;

  • das geeignet ist, den langfristigen Nutzen zu maximieren (es wäre also undiplomatisch, sich einen kurzfristigen Nutzen zu sichern, dabei aber langfristig Nachteile oder Konflikte zu riskieren bzw. in Kauf zu nehmen).

Diplomatie setzt von den Verhandelnden Empathie voraus - also die Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen. Empathie hat jedoch nichts mit Sympathie zu tun!

Man muss Putin also nicht mögen, um mit ihm verhandeln zu wollen und zu können. Putin verstehen zu wollen heißt nicht, Verständnis für Putins Denken und Handeln zu haben!

Es scheint so, als wenn nicht nur die Regierungen, sondern auch ein Großteil der Bevölkerung die Fähigkeit und insbesondere die Bereitschaft dazu verloren haben, mit Empathie an die Lösung von zwischenmenschlichen Problemen heranzugehen. Egal ob in Beziehungen, im Arbeitsumfeld oder im gesellschaftlichen Leben.

In einem Land, in dem die deutsche Sprache so missbraucht und verkehrt wird, stimmt etwas nicht!

Querdenker (Wikipedia) Laterales Denken (von lateinisch latus „Seite“), auch Querdenken genannt, ist eine Denkmethode, die im Rahmen der Anwendung von Kreativitätstechniken zur Lösung von Problemen oder Ideenfindung eingesetzt werden kann.

  • Es wird zugelassen, dass vorliegende Informationen subjektiv bewertet und selektiv verwendet werden. Details werden nicht analytisch, sondern intuitiv erfasst.

  • Gedankliche Sprünge und Assoziationen werden zugelassen, nicht jedes Zwischenergebnis muss richtig sein.

  • Ja/Nein-Entscheidungen werden vermieden. Auch nicht durchführbare Lösungen können ein Schritt zum besseren Verständnis des Problems sein.

  • Konventionelle Denkmuster werden in Frage gestellt, indem z. B. bewusst nach der unwahrscheinlichsten Lösung eines Problems gesucht wird.

  • Ausgangssituation und Rahmenbedingungen werden nicht als unveränderlich hingenommen.

Ich erinnere mich noch an die Zeit, in der Unternehmen Querdenker für ihre Unternehmen gesucht haben, um alte, ineffiziente Strukturen aufzubrechen, Innovationen und Entwicklungen voranzubringen und kreative Lösungen zu suchen.

Heute ist Querdenken ganz offensichtlich ein Makel im Lebenslauf und muss unterbunden werden!

Putinversteher Jemanden (Bsp. Putin) verstehen zu wollen, setzt Empathie voraus.

Nochmals! Putin verstehen zu wollen heißt nicht, Verständnis für sein Handeln zu haben!

Empathie (Wikipedia) bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden. Ein damit korrespondierender allgemeinsprachlicher Begriff ist Einfühlungsvermögen.

Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung – je offener eine Person für ihre eigenen Emotionen ist, desto besser kann sie auch die Gefühle anderer deuten – sowie die Selbst-Transzendenz, um egozentrische Geisteshaltungen überwinden zu können.

Diese Eigenschaft muss man derzeit den meisten Politikern wohl aberkennen!

Wenn der Begriff Putinversteher neuerdings gleichgesetzt wird mit Putin- oder gar Kriegs-Befürworter, führt das aus meiner Sicht zu einer gefährlichen Diskreditierung von Menschen, die selber denken und Dinge hinterfragen wollen. Ein gefährlicher Versuch, die Meinungsfreiheit zu beschränken und die Deutungshoheit zu zentralisieren!

Kein Bürger Deutschlands und der EU sollte später einmal sagen können "Das haben wir nicht gewusst bzw. wissen können"!

„Was heißt das konkret für mich!?“Der Krieg in der Ukraine und der Konflikt mit Russland werden gelöst. Ob mit oder ohne Putin. Zu groß ist die Gier der Wirtschaft nach Rohstoffen und Absatzmärkten. Das haben alle bisherigen Börsenkrisen gezeigt, die ich in den letzten 30 Jahren erlebt habe. Doch Wann und zu welchem Preis? Zumindest für Deutschland wird der Preis sehr hoch sein. Jede Krise birgt auch eine Chance. Das Risiko des Investierten ist zugleich die Chance des Investors. Welcher Investor möchte schon zu Höchstkursen investieren? Da kommen die fallenden Kurse durch die zittrigen Hände gerade recht.

Es klingt makaber... Längerfristig orientierte Investoren können bei einem schrittweisen Investitionsprozess von der aktuellen Entwicklung gar partizipieren.

Was mich jedoch beängstigt? Mich beängstigten vor allem die unendliche Arroganz und Ignoranz, mit der die Politik zunehmend die großen und wachsenden Probleme angeht. Die Kompetenz der Politiker scheint immer mehr zu schwinden. Anders lässt sich das oft hilflose, unsystematische und zunehmend willkürliche Handeln und die immer weiter ansteigende Zahl der Politikberater (Interessenvertreter/Lobbyisten) nicht erklären.

Das eigene Verhalten wird nicht mehr reflektiert, Fehler nicht eingestanden. Die Bevölkerung wird systematisch entsolidarisiert. Nicht mehr die Gemeinschaft zählt, sondern nur noch das Individuum. Das fängt in der Schule an, geht über die Steuergesetzgebung bis hin zum Gesundheitssystem und hört bei der Altersvorsorge auf.

Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Von Empathie (auch gegenüber dem eigenen Volk) und dem echten Willen, Grundsatzprobleme der Gesellschaft zu lösen, ist leider immer weniger zu spüren.




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